FÉDÉRATION CYNOLOGIQUE
INTERNATIONALE
SECRÉTARIAT GÉNÉRAL: 13, Place Albert 1 - 96530 THUIN (Belg.)
------------------------------------------------------------------------------------------------
FCI - Standard Nr. 288 / 11. 04. 2011 / D
CHINESISCHER SCHOPFHUND
(Chinese Crested Dog)
ÜBERSETZUNG: Frau Karin Biala und Herr Uwe H. Fischer, ergänzt
und überarbeitet Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
URSPRUNG: China.
PATRONAT: Großbritannien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 13. 10.
2010.
VERWENDUNG: Gesellschaftshund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde.
Sektion 4 Haarlose Hunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Den Chinesischen Schopfhund gibt es in zwei Variationen – der Haarlosen und
der Powder Puff. Die haarlose Varietät hat einen Schopf von Haar am Kopf,
welches zum Teil bis zum Hals herunter reicht, „Socken“, welche ihre Zehen
bedecken und eine Fahne an der Rute. Der Rest des Körpers ist, wie schon der
Name besagt, haarlos. Die „Powder Puff“ Varietät ist komplett mit einem
Schleier von langem weichen Haar bedeckt. Obwohl es schwierig ist ihre Herkunft
genau zu benennen, sagt man dass sie zu dem Besitz der Familien der Han Dynastie
von China gehörten. Die Haarlosen Schopfhunde wurden zu dieser Zeit als Wächter
der Schätze des Hauses und -in einer größeren, schwereren Art- als Jagdhund
gezüchtet.
Während 1885 und 1926 sah man sie auf Ausstellungen in Amerika aber dann kaum
noch für fast fünfzig Jahre.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein kleiner, lebhafter und anmutiger
Hund, Knochen mittelstark bis leicht. Körper ebenmäßig, entweder haarlos, mit
Haarwuchs an den Pfoten, am Kopf und an der Rute oder leicht mit einem weichen
Haarschleier eingehüllt. Es gibt zwei deutlich verschiedene Schläge : den
rassigen und fein- knochigen (« Deer type »), sowie den gedrungenen, der einen
kräftigeren Körper- und Knochenbau aufweist (« Cobby type »).
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Fröhlich, niemals bösartig.
KOPF: Glatt und ohne übermäßige Faltenbildung. Die Länge des
Schädels vom Hinterhauptbein bis zum Stop ist gleich der vom Stop bis zur
Nasenspitze. Anmutiger Kopf mit aufmerksamem Ausdruck.
OBERKOPF
Schädel: Leicht gerundet und länglich.
Stop: Leicht, jedoch nicht übertrieben betont.
GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm : Ist ein herausragendes Merkmal : schmal, dabei im Einklang
mit dem Fang stehend. Jede Nasenfarbe zulässig.
Fang : Er verjüngt sich leicht, ist jedoch niemals spitz; trocken, ohne hängende
Belefzung.
Lefzen : Straff und dünn.
Kiefer / Zähne : Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen
Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die
untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Backen : Fein gemeisselt, trocken und nicht betont, sich zum Fang hin verjüngend.
Augen: So dunkel, daß sie schwarz erscheinen. Weiß ist nicht oder nur geringfügig
erkennbar. Mittelgroß, weit voneinander plaziert.
Ohren : Tief angesetzt : der höchste Punkt des Ohransatzes befindet sich
auf einer Linie mit dem äußeren Augenwinkel. Sie sind groß und werden
aufgerichtet getragen; mit der ohne Befransung. Bei den sog. Powder Puffs sind Hängeohren
erlaubt.
HALS: Schlank/trocken, ohne Wamme, lang, mit anmutigem Übergang
in die kräftigen Schultern. Er wird in der Bewegung hoch erhoben und leicht
gebogen getragen.
KÖRPER; Mittellang bis lang, geschmeidig.
Rücken: Gerade.
Lenden: Straff.
Kruppe: Gut gerundet und bemuskelt.
Brust: Ziemlich breit und tief; nicht faßförmig; Brustbein nicht
vorstehend. Brustkorb bis zum Ellenbogen reichend.
Untere Profillinie und Bauch : Mäßig aufgezogen.
RUTE: Hoch angesetzt, in der Bewegung hoch oder seitwärts
getragen. Lang und spitz zulaufend, ziemlich gerade, weder geringelt noch zur
Seite gedreht, im Stand natürlich fallend.
Befederung lang und wallend, und auf die unteren zweidrittel der Rute beschränkt.
Spärliche Behaarung der Rute ist zulässig.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Allgemeines: Lange, schlanke Läufe, gut unter den Körper gestellt.
Schultern: Die Schulterblätter sind trocken, fest an- und gut zurückliegend.
Ellenbogen: Dicht und fest am Körper.
Vordermittelfuß: Fein, fest und nahezu senkrecht.
Vorderpfoten: Ausgestreckte Hasenpfote, schmal und lang. Krallen von
beliebiger Farbe, mäßig lang. Pfotenbehaarung (Socken) im Idealfall auf die
Zehen begrenzt, auf keinen Fall über das Vorderfußwurzelgelenk reichend. Die
Pfoten sind weder ein- noch ausgedreht.
HINTERHAND :
Allgemeines: Hinterläufe in gutem Abstand voneinander. Die Winkelungen
der Hintergliedmassen müssen so sein, dass sich eine gerade Rückenlinie
ergibt.
Knie: Fest; der lange Unterschenkel geht ebenmäßig in das Sprunggelenk über.
Sprunggelenk: Hacken tief gestellt.
Hinterpfoten: Ausgestreckte Hasenpfote, schmal und lang. Krallen von
beliebiger Farbe, mäßig lang. Pfotenbehaarung (Socken) im Idealfall auf die
Zehen begrenzt, auf keinen Fall über die Sprunggelenke reichend. Die Pfoten
sind weder ein- noch ausgedreht.
GANGWERK: Ausgreifend, flüssig und elegant; mit gutem Vortritt und viel
Schub.
HAUT: Feine Maserung, weich, beim Anfassen warm.
HAARKLEID
Haar: An keiner Stelle des Körpers größere behaarte Stellen. Ein
langer wallender Schopf ist bevorzugt aber ein spärlicher Schopf ist zulässig;
idealerweise sollte er am Stop beginnen und bis zum Hals reichen. Bei den
« Powder Puffs » besteht das Haarkleid aus der Unterwolle und einem weichen,
langen Haarschleier; dieser ist ein besonderes Merkmal.
Farbe: Jede Farbe oder Farbkombination ist zulässig.
GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe : Ideal : Rüden 28 bis 33 cm,
Hündinnen 23 bis 30 cm.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das
Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
• Aggressiv und übermäßig ängstliche Hunde.
• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen
aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.